Baugenossenschaften untermauern die Hospizarbeit

Mit 1.500 Euro wird das Hospiz St. Hildegard unterstützt durch die Baugenossenschaften Bochum eG, „Heimat“ Bochum-Stiepel eG sowie 1924 eG. Ehrenamt, bürgerliche Beteiligung und Spenden ermöglichen bis zuletzt eine würdevolle Betreuung.


Die letzten Meter des Lebensweges würdevoll gestalten. Ein Halt für Sterbende und ihre Familien sein. Beschwerden lindern, Gäste palliativ begleiten. Die stetige Begegnung mit Leben und Tod gehört in Hospizen zum Alltag während der 24/7-Betreuung von Patienten. Arbeit, die von Fachkräften und zahlreichen engagierten Ehrenamtlichen getragen und nur dank vieler Spenden ermöglicht werden kann.
Mit je 500 Euro unterstützen nun die Baugenossenschaft 1924 eG, die Baugenossenschaft „Heimat“ Bochum-Stiepel eG sowie die Baugenossenschaft Bochum eG das Hospiz St. Hildegard in Wiemelhausen.

Bis zuletzt Lebensqualität

Die Hospizarbeit wurzelt speziell im Ehrenamt und wir von vielen engagierten Händen und bürgerlicher Beteiligung getragen. Es geht um Würde und Respekt, die Sterbenden bis zur letzten Sekunde entgegengebracht werden. So können Lebensqualität und Selbstbestimmung so lang wie möglich gewährleistet werden – im Sinne der betreuten Gäste.

Spenden sind unerlässliche Säule

Wie wichtig Spenden sind für diese essentielle Betreuung, wird anhand einer Summe deutlich: Rund 260.000 Euro muss das St. Hildegard Hospiz selbst generieren – pro Jahr. Nur so kann gewährleistet werden, dass Pflegekräfte und beruflich Mitarbeitende insgesamt 116 Personen, die 2018 als Gäste im Haus lebten, betreuen können.
Nur so kann auch ein Zeichen der Wertschätzung an die ehrenamtlich Aktiven gesetzt werden, die vergangenes Jahr über 8.000 Stunden lang für die Sterbenden gesorgt und sie begleitet haben. Allein durch die Zuschüsse der Krankenkassen wäre dies nicht zu bewerkstelligen.

Genossenschaften fördern gemeinsam

So fiel auch die Wahl der drei Genossenschaften schnell und einstimmig auf das Hospiz an der Königsallee 135. Gemeinsam wird immer wieder für Aktionen, Vereine und Organisationen gespendet, um so einen Teil des genossenschaftlichen Gedankens weiterzugeben und ein besseres Miteinander zu ermöglichen.

Altehrwürdige Villa im Ehrenfeld

St. Hildegard-Leiter Johannes Kevenhörster empfing die Vorstände Alexandra Klar (1924), Jürgen Dickten („Heimat” Bochum-Stiepel) und Oliver Krudewig (Bochum) in der altehrwürdigen Villa im Bochumer Ehrenfeld. 1923 vom Fabrikanten und Kunstsammler Karl Gröppel erbaut, wird das Haus seit nunmehr 64 Jahren von der Caritas genutzt. St. Hildegard war im Gründungsjahr 1995 erst die 23. stationäre Einrichtung in ganz Deutschland. Allein in Westfalen-Lippe existieren mittlerweile 32 stationäre Hospize. Ein weiterer Hinweis, wie sehr die Arbeit benötigt, geschätzt und angenommen wird.

Hospiz entscheidet über Verwendung

Kevenhörster betonte bei der Spendenübergabe, dass er sich über jeden Betrag – ganz gleich in welcher Höhe – und jegliche Unterstützung für das Hospiz samt fachkundig aufgestelltem Team freue. Wie die insgesamt 1.500 Euro verwendet werden, überlassen die Baugenossenschaften allein dem Haus St. Hildegard. Dort weiß man am besten, wie mit jeder Spende ein weiterer Lebensweg würdig im Sinne des Gastes bis zum letzten Abschnitt beschritten werden kann.

Infos und Kontakt St. Hildegard

Weitere Informationen über die Arbeit, die Einrichtung samt elf individueller Einzelzimmer und Kontakt zum Hospiz auf der Homepage von St. Hildegard.

Die Lokalausgabe der WAZ Bochum hat am 16. Oktober im Stadtteil Süd kurz über unsere Spende berichtet.

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